Amplifon ist Testsieger der DISQ-Service-Studie

Aus der aktuellen Servicestudie „Hörgeräteakustiker 2014“ des Deutschen Instituts für Service-Qualität (DISQ) ging die Amplifon Deutschland GmbH als Testsieger hervor. Das Unternehmen zeichnet sich laut DISQ vor allem „durch die sehr gute Beratungskompetenz der Filialmitarbeiter und die kundenfreundlichen Zusatz-Services wie Hörtrainings oder kostenlose Hausbesuche aus“.

Auch das Angebot in den Fachgeschäften schneide im Vergleich zu den zwölf weiteren getesteten Unternehmen am besten ab. In den Fachgeschäften von Amplifon könnten sich Kunden eine große Auswahl an verfügbaren Hörlösungen ansehen und sich durch die hundertprozentige Preisauszeichnung der Geräte außerdem einen ersten Überblick über die Kosten verschaffen.

Damit gehöre Amplifon laut DISQ in der Hörgeräte-Branche zu den Vorreitern in Sachen Preistransparenz. Kritiker der Studie bemängeln indessen, dass die meisten beurteilten Kriterien nicht objektiv messbar seien und zu sehr auf den persönlichen Eindrücken der Tester beruhten. Sie seien auch zu selektiv ausgewählt worden. Die zehn verdeckten Testbesuche fanden bei 13 überregionalen Hörgeräteakustikern mit mindestens 30 Filialen und einheitlichem Markenauftritt in unterschiedlichen Filialen statt. Dabei bewerteten die Tester neben der Kompetenz und Freundlichkeit der Angestellten und dem jeweils präsentierten Angebot auch die Sauberkeit und Gestaltung der Fachgeschäfte sowie die Warte- und Öffnungszeiten. Darüber hinaus wurden vorab telefonische Terminvereinbarungen durchgeführt und ausgewertet. (Quellen: DISQ/Amplifon) Anmerkung der Redaktion: Über das DISQ haben wir schon öfter berichtet. Das Institut führt seine Studien ohne Auftrag durch und sucht erst nach Fertigstellung Käufer dafür. Eine vorausgehende Beeinflussung der Studienergebnisse ist laut DISQ nicht möglich. Problematisch ist aber, dass das „Deutsche Institut für Service-Qualität“ den Eindruck erweckt, ein öffentliches Institut zu sein oder wenigstens unter öffentlicher Aufsicht zu stehen. Das OLG Brandenburg hatte erst vor knapp zwei Jahren in einem Fall (außerhalb unserer Branche) entschieden, dass mit dieser Namensgebung und der Werbung damit ein Verstoß gegen den § 5 UWG vorliegt. (Vgl. OLG Brandenburg v.26.6.2012, 6 U 34/11)