Oticon More – Hörsystem mit DNN-Technologie

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Abbildung: Oticon

Im Rahmen einer digitalen Premierenshow hat Oticon am 30. November das neue Hörsystem Oticon More gelauncht. Das neue System greife als weltweit erstes auf ein „intelligentes Deep Neural Network (DNN) zurück, um die Funktionsweise des Gehirns nachzuahmen“, heißt es hierzu von Seiten Oticons. Damit werde dem Gehirn „die ganze Perspektive des natürlichen Hörens ermöglicht“.

Mit dieser Technologie will der Hersteller den nächsten Schritt getreu seiner BrainHearing-Philosophie machen, die bekanntlich das Ziel verfolgt, Nutzerinnen und Nutzern nicht nur eine unterdrückte Klangumgebung und Sprachpriorisierung zu bieten, sondern die gesamte Klangumgebung, so dass das Gehirn selbst entscheiden kann, was es hören will.

Mit Oticon More legt der Hersteller hier nun noch eine Schippe drauf. Das in den Hörsystemen verfügbare DNN sei mit 12 Millionen Klang-Szenen aus dem realen Leben trainiert worden, verbreitet der Hersteller.„Mit Oticon More haben wir die Klangverarbeitung grundlegend neu gedacht“, sagt Torben Lindø, Geschäftsführer von Oticon Deutschland. „Wir nahmen 12 Millionen Klang-Szenen aus allen Bereichen des Lebens auf und trainierten damit das DNN. Mit diesem Ansatz ist uns ein Quantensprung in der Klangverarbeitung gelungen“, erklärt Lindø stolz.
Damit die gesamte Perspektive des natürlichen Hörens auch bestmöglich an das Hirn weitergeleitet werden kann, führt Oticon im Rahmen des Starts von Oticon More mit MoreSound Intelligence und MoreSound Amplifier auch zwei neue Features ein, die „die gesamte Klangumgebung präzise verarbeiten und verstärken“. MoreSound Intelligence soll die akustische Umgebung etwa 500 Mal pro Sekunde scannen und im Zusammenspiel mit dem DNN in der Lage sein, die Umgebung präzise zu analysieren, auszubalancieren und den Hörvorlieben der Nutzer*in anzupassen. Das „dynamische und ausgewogene“ Verstärkungssystem MoreSound Amplifier biete dazu eine „sechsfach höhere Auflösung im Vergleich zu herkömmlichen Kompressionstechnologien“. So soll es sich „nahtlos an die jeweilige Klangumgebung“ anpassen. Die feinen Kontraste und die Ausgewogenheit würden dabei durch die adaptive Geschwindigkeitsregelung erhalten. Die Effizienz des neuen Hörsystem habe man auch bereits mit Studienergebnissen belegen können. „Oticon More bietet dem Gehirn 30 Prozent mehr Klänge als unser sehr beliebtes Oticon Opn S“, berichtet Horst Warncke, Leiter Audiologie bei Oticon. „MoreSound Intelligence sorgt nachweislich für eine 60 % deutlichere Klangumgebung. Dies geht einher mit einer deutlichen Absenkung der Höranstrengung.“

Dem State of the Art entsprechend bietet Oticon More darüber hinaus auch Akku-Technologie sowie ein „breites Konnektivitätsangebot“, heißt es von Seiten Oticons weiter. So sei hier auch ein direktes Streaming von iOS- sowie Android-Geräten möglich. Zudem biete das Ex-Hörer Mini-R-System, das in acht Farben erhältlich ist, die volle Bandbreite der Oticon Streaming-Möglichkeiten. Und auch die Anpassung sei nun noch einfacher. „More, also ein Mehr an Leistungsfähigkeit – das gilt auch für den neuen miniFit OpenBass Schirm des Geräts“, erklärt Horst Warncke. „Er ermöglicht einfachere Anpassungen mit verbessertem Klang in niedrigen und mittleren Frequenzen.“ Programmierbar ist das neue Hörsystem über die Genie 2 2020.2 ausschließlich mit der Noahlink Wireless.