Große Bühne – Der erste Widex Sound Summit

"sound like no other"


Kay Buchhauser, Geschäftsführer der Widex Hörgeräte GmbH empfing die Zusehenden zum ersten Widex Sound Summit

Im Rahmen des ersten Widex Sound Summit präsentiert der Hersteller weitere Bauformen für seine Moment-Plattform und eine neue Plattform für die Economy Klasse.

Erhältlich sein werden die Geräte sowie Updates für die Compass GPS, die App und Firmware ab dem 15. April. Rückblick auf ein kurzweiliges wie informatives Event.
 
Man kann sich gut vorstellen, in dieser Halle in Filderstadt bei Stuttgart zu sitzen. Vorne die große Bühne, auf der Kay Buchhauser von Spotlights angestrahlt wird, hinter ihm ein großer Aufbau, auf den der Geschäftsführer der Widex Hörgeräte GmbH in Überlebensgröße projiziert wird. Um einen herum in den Sitzreihen gespannte Hörakustikerinnen und -akustiker. Launch Event-Atmosphäre im Livestream auf dem Display.

Für die große Bühne gebe es „gute Gründe“, eröffnet Kay Buchhauser. Zwei Premieren hat Widex für diesen 26. Februar im Gepäck – Highlights, mit denen „auch Sie Ihren Kunden eine ganz große Bühne bieten“ können. Programm genug also für den ersten Widex Sound Summit, das „Gipfeltreffen rund um den Klang“, wie Buchhauser sagt.

Apropos Klang. Der sei eine „entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Hörsystemanpassung“. Eine Voraussetzung, deren Erfüllung bei Widex Tradition habe, so Buchhauser. Die Leidenschaft für Klang werde man heute „gleich doppelt unter Beweis“ stellen, und zwar nicht nur mit Neuigkeiten für die im Frühling vergangenen Jahres vorgestellte Produktfamilie Widex Moment und die neue Economy Produktlinie Widex Magnify. Auch der neue Markenauftritt des Herstellers wird präsentiert.

Mit dem neuen Markenauftritt rücke man die eigene „Hingabe für den besten naturgetreuen Klang noch mehr ins Zentrum“, so Buchhauser. Zudem differenziere man sich damit noch stärker. In der Folge werde man als Akustikerin oder Akustiker seine Kunden „noch leichter begeistern“, und von der Strahlkraft der Marke noch mehr profitieren können. Die entsprechende Markenbotschaft formuliert Widex in vier Worten: „Sound like no other“.


Stellte u. a. die MySound. Community und die neuen Bauformen der Widex Moment-Produktfamilie vor: Simon Müller

Die wichtigsten Fragen aber, weiß Kay Buchhauser, sind die: „Was haben Sie davon?“ Und „was hat Ihr Kunde davon, wenn wir von unserer Leidenschaft für Klang sprechen?“

Die Antworten liegen auf der Hand. „Ihr Kunde hört – und gleichzeitig vergisst er, dass er ein Hörsystem trägt“, so Buchhauser in Anspielung auf Widex Moment, das nach eigener Aussage „erste Hörgerät, das nicht klingt wie ein Hörgerät“.

Dass Nutzerinnen und Nutzer vergessen, dass sie Hörsysteme tragen, sei das Ziel, das Widex „gemeinsam mit Ihnen“ anstrebe. Und dafür fokussiere man sich auf drei „wichtige Schlüsselprinzipien“: Authentisch hörbare Klänge, naturgetreue Signalverarbeitung, individueller Klang. Und diese Prinzipien spiegelten sich selbstredend auch in den neuen Produkten. Wie und warum sie das tun, das erklärt heute Simon Müller.
 
Neue Bauformen und mehr Freiheit in derAnpassung
Bevor Simon Müller die neuen Mitglieder der Moment-Familie vorstellt, geht er auf die Eigenschaften der aktuellen Premium-Plattform von Widex ein. Der natürliche Klang etwa gehe zurück auf den intelligenten TruAcoustics-Algorithmus. Der wurde entwickelt, um „ganz genau“ betrachten zu können, wie welche Hörsituation am Trommelfell abgegeben wird, erklärt der audiologisch wissenschaftliche Leiter der Widex Hörgeräte GmbH. Auch unter Berücksichtigung der akustischen Ankopplung sowie der Anatomie des individuellen Gehörgangs. Zudem ist TruAcoustics eine wichtige Basis für die Vorausberechnungen in der Universalverarbeitung sowie in der PureSound-Verarbeitung, die den Schall zehn Mal schneller ans Trommelfell bringe.
Mit der neuen Compass GPS 4.2 stehen hier nun weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Durch die Untersuchung von 8.000 realen Anpassungen habe man den TruAcoustics Algorithmus weiter präzisiert, so dass man den Schall noch gezielter ans Trommelfell des Kunden abgeben könne, sagt Müller.

Drei wichtige Schritte erwarten einen hierfür in der neuesten Compass GPS-Version. Im ersten erhalte man einen Überblick über die Hörminderung des Kunden sowie über eine realistische Ankopplung samt Vent-Effekt. Zudem erhalte man eine Übersicht über den maximalen Anpassbereich, der über den Receiver definiert wird. „Die höhere Auswahl wird Ihnen also direkt widergespiegelt, so dass Sie schon ab dem ersten Schritt die ideale Übersicht über die akustische Ankopplung haben, die Sie verwenden“, fasst Simon Müller zusammen.
Der zweite Schritt in Compass GPS 4.2 ist „eine Neuerung, die elementar ist, um den Klang noch genauer zu definieren“, so Müller. Gemeint ist ein Rückkopplungstest, der ggf. aufzeigt, dass die entsprechende Anpassung noch präzisiert werden könnte. Durch das datenbasierte Update werde nun entsprechend mehr Verstärkung zur Verfügung gestellt, so dass man im dritten Schritt die Rückkopplungsgrenze erhöhen und die höhere Verstärkung nutzen kann. Die Neu-Balancierung der Verstärkungsgrenze erlaubt mehr Flexibilität und Freiheit bei der Anpassung und helfe, gerade leise Eingangssignale „noch präziser darstellen zu können“, erklärt Simon Müller.

TruAcoustics arbeitet bekanntlich in allen Moment-Bauformen – auch in den drei neuen, die Simon Müller hier heute vorstellt. So ergänzt Widex das Moment-Portfolio um die Bauformen CIC Micro sowie um die beiden HdO-Bauformen BTE 312 und BTE 13 D.

Mit dem CIC Micro lassen sich gering- bis mittelgradige Hörverluste ausgleichen. Steuerbar ist das System über die ToneLink App. Das schlanke BTE 312 eigne sich ebenfalls für gering- bis mittelgradige Hörverluste und kann mit Standard- sowie mit einem Dünnschlauch angepasst werden. Das BTE 13 D stellt Simon Müller als „Allrounder“ vor. Es verfügt über drei Konnektivitätsmöglichkeiten: Widex Link, Telefonspule und Bluetooth.

Darüber hinaus hält mit der Portfolioerweiterung PureSound Einzug in das HdO-Segment. Die Akku-Variante der HdO-Geräte sollen im Herbst folgen.


Rüdiger Luithle präsentierte auf dem ersten Widex Sound Summit die neue Produktfamilie Widex Magnify

Die MySound Community
Mit den Neuerungen in der Compass GPS sowie bei den Bauformen ist für Simon Müller aber noch nicht alles gesagt. Mit Widex MySound stellt er außerdem eine Plattform vor, die es erlaubt, dass Widex-Nutzerinnen und -Nutzer, die Hörsysteme mit MySound-Technik tragen, sozusagen voneinander lernen und profitieren können.
MySound ist gewissermaßen das neue Dach über zwei Technologien. Die eine ist die Machine Learning Plattform SoundSense Learn, über die man in weniger als 15 Schritten per AB-Vergleich zu seinem bevorzugten Klang gelangen kann. Die andere ist, neu hinzukommend, eine Big Data-Analyse. Die analysiert die Programme, die die SoundSense-Learn-Nutzerinnen und Nutzer für sich erstellt haben, um sie anderen zur Verfügung zu stellen. Schwarmintelligenz für das optimale Klangerlebnis sozusagen.

Damit man sich nicht durch etliche Programme anderer hindurchwischen muss, bekommt man in der neuen Moment App 1.2 zwei Klangvorschläge, die von der Big-Data-KI errechnet wurden. Man kann aber auch weiterhin mit dem AB-Vergleich der SoundSense Learn-Funktion agieren. Nutzbar sind diese Möglichkeiten in den Bluetooth-fähigen Moment-Systemen.
Überdies steht nun für die Moment- und auch die neuen Magnify-Systeme TV Play bereit, die mit beliebig vielen Systemen koppelbare Streaming-Lösung für das TV-Schauen. Auch bereits ausgelieferte Moment-Geräte werden mit einem Firmware Update, das zusammen mit dem Update der Moment App und der Compass GPS am 15. April kommen wird, kompatibel sein. Des Weiteren unterstützt TV Play Widex MySound, so dass Nutzerinnen und Nutzer von Moment-Systemen auch hier von den erlernten Einstellungen anderer profitieren oder per AB-Vergleich selbst ihre bevorzugte Einstellung finden können.


Die Widex Magnify-Familie: „Widex Klang für natürliches Hören jetzt auch im mittleren Preissegment"

Die neue Economy Klasse

Auf Simon Müller folgt an diesem 26. Februar Rüdiger Luithle. Der Leiter Hörakustik bei der Widex Hörgeräte GmbH präsentiert mit Widex Magnify die neue Economy Plattform, die die Enjoy-Geräte in den Stufen 50 und 100 ablösen werde. Mit den neuen Hörsystemen biete man den „Widex-Klang für natürliches Hören“ jetzt auch im mittleren Preissegment, eröffnet Rüdiger Luithle. Sieben Bauformen in der Technologiestufe 50 und acht in der Technologiestufe 100 umfasst das aktuelle Magnify-Portfolio, von IdO- über RIC bis hin zu HdO-Varianten. Darunter findet sich auch „unser Erfolgsgarant mRIC R D“, eine „äußerst attraktive Akku-Lösung mit Bluetooth-Anbindung“, mit der man seine Kundschaft weiter ausbauen könne, so Luithle. Durch das Wegfallen der Batterieklappe hat das System weniger Öffnungen, so dass kaum mehr Feuchtigkeit eindringen könne. In Verbindung mit der wasserabweisenden Nano-Beschichtung aller wichtigen Bauteile und den neuen Mikrofonöffnungen über den MEMS Mikrofonen „ist mRIC R D unser am besten geschütztes Hörsystem“, so Luithle weiter. Neben dem „kompakten Design und seiner Zuverlässigkeit“ überzeuge es außerdem mit einer breiten Farbpallette von 13 Farben sowie mit den neuen V2 Edelstahl M- oder P-Hörern.

Dem Konnektivitätstrend trägt Widex Magnify Rechnung, indem es in allen Technologiestufen Bluetooth unterstützt, so dass man die Magnify App als diskrete Fernbedienung nutzen kann. Magnify ist Made for iPhone und ASHA-ready. Und auch mit TV Play sind die Magnify-Modelle mRIC R D, RIC 312 D und das BTE 13 D kompatibel. Zudem sind die Magnify Systeme mit sämtlichen Widex Dex Zubehör kompatibel. „Zubehörberatung und -verkauf waren noch nie so einfach“, konstatiert Rüdiger Luithle. Für den natürlichen Widex Sound sorgt der TruAcoustics Algorithmus, so dass auch die Magnify-Systeme eine hohe Erstakzeptanz bei den Kunden haben werden. Programmierbar sind die Bluetooth-fähigen Geräte über die Compass GPS 4.2 mit der NoahLink Wireless, alle weiteren über die Widex Pro Link. Der weiter oben von Simon Müller vorgestellte Drei-Schritt-Navigator in der Anpasssoftware lässt sich auch hier nutzen. Damit ist Magnify „technologisch absolute Oberklasse“, bilanziert Rüdiger Luithle. Nur preislich eben nicht. Der einzige Wermutstropfen dürfte hier sein, dass sich Einstellungen von Moment- auf Magnify-Systeme und umgekehrt wegen der unterschiedlichen Plattformen nicht übertragen lassen.

Kurzweilige 30 Minuten, mehr benötigten Kay Buchhauser, Simon Müller und Rüdiger Luithle nicht für ihr „Gipfeltreffen rund um den Klang“. Allen, die mehr zu wissen wünschen, stehen die drei im anschließenden Chat zur Verfügung. Darüber hinaus hat Widex am 26. Februar eine Online-Seminar-Reihe zu Moment und Magnify gestartet. Es kann hier, neben der Leidenschaft für Klang, also auch eine Passion für den Wissenstransfer konstatiert werden.