Der Launch von Bernafon Alpha – das große Interview

Sprachverständlichkeit und komfort zusammenführen


Gelungener Auftakt für Bernafon Alpha: Daniela Häußler, Sebastian Wiesner, Gaby Papenburg, Klaus-Peter Lipfert und Carsten Braun (v. li.) feiern den Produkt-Launch

Mit einem großen Launch Event, das Bernafon live ins Netz streamte, hat der Schweizer Hersteller, der in diesem Jahr sein 75-jähriges Bestehen feiert, den Marktstart von Bernafon Alpha inszeniert.

Das Interesse an dem neuen Hörsystem mit Hybrid Technology war bzw. ist groß. Wir blicken mit dem Leiter der Audiologie, Carsten Braun, dem Clinical Research Audiologist Christophe Lesimple und Stephanie Heinz vom Marketing noch einmal auf das Event und sprechen mit ihnen über die Idee und die Vorzüge der Hybrid Technology.
 
Frau Heinz, Herr Braun, Herr Lesimple, bevor wir über das neue Produkt sprechen: Die Moderation des Digitalen Launch Events für Bernafon Alpha hat die TV-Moderatorin Gaby Papenburg übernommen. Warum wurde sich für eine externe Moderatorin entschieden?
Braun: Klaus-Peter Lipfert kann Vertrieb, Daniela Häußler kann Marketingunterstützung, Sebastian Wiesner und ich können Pegel und Frequenzen. Daher war es naheliegend, dass wir uns auch für die Moderation einen Profi holen. Zumal so ein Event ja auch unterhaltsam sein soll. Will man die Zuschauer 100 Minuten lang fesseln, braucht man dafür jemanden, der das kann. Daher ist Gaby Papenburg eine sehr gute Wahl für unser Event gewesen.
 
Statt eine Aufzeichnung zu senden, wurde das Launch Event live übertragen. Welche Vorteile sehen Sie in der Live-Übertragung?
Braun: Ich finde, wir sind es unseren Kunden einfach schuldig, das ohne Netz und doppelten Boden zu machen. So wie bei unseren Roadshows. Wir sind Bernafon und wollen auch da authentisch sein. Und ein Live-Event ist einfach das spannendere Format.
Heinz: Bei einer Live-Übertragung nimmt man bei den Protagonisten auch eine andere Energie wahr. Bei einer Aufzeichnung, wo jemand vielleicht schon etwas zum dritten Mal wiederholt, spürt man einen gewissen Energieverlust. Darüber hinaus wollten wir die Zuschauer immer wieder aktiv einbinden. Das wäre bei einer Aufzeichnung schwierig geworden. Sicherlich hätte man parallel einen Live-Chat laufen lassen können, aber richtig ins Boot holt man die Zuschauer so nicht. Wir haben uns daher voller Überzeugung für ein Live-Event entschieden.
 
Sehen Sie dennoch auch Nachteile in dem Format der Online-Präsentation? Bei Bernafon gibt es auf den Roadshows ja gerne auch einen praktischen Teil …
Braun: Wir hätten gerne ein hybrides Event gemacht (lacht). Also ein Event, bei dem wir mit Kunden vor Ort Workshops hätten machen können – und auf der anderen Seite auch digitale Zuschauer. Aber das war aufgrund der aktuellen Zeit eben nicht möglich.


Während des Launch Events wurde Entwickler Christophe Lesimple (li.) aus dem Bernafon Hauptquartier in Bern dazugeschaltet

Mit „hybrid“ nennen Sie auch schon das große Stichwort für unser Gespräch. Sie bewerben Bernafon Alpha als das erste Hörsystem mit Hybrid Technology. Was meint hier Hybrid Technology?

Lesimple: In Hörgeräten arbeiten ja verschiedene Algorithmen. Und für jeden Algorithmus gibt es verschiedene Lösungen, die wiederum alle ihre Stärken haben. Verallgemeinert kann man sagen, dass ein Algorithmus dabei entweder für eine Verbesserung der Audibilität angewendet wird oder für eine Verbesserung des Komforts. Das Problem dabei ist: Wenn der Chip des Hörgeräts es nicht hergibt, versucht man, nur eine der beiden Lösungen so gut wie möglich zu implementieren. Mit einer Hybridlösung kann man nun aber zwei Systeme parallel arbeiten lassen, und der Algorithmus schaltet in die beste der beiden Lösungen für die jeweilige Situation. Damit führen wir Sprachverständlichkeit und Komfort zusammen …
 
… damit sind wir bei der ersten von vier Hybrid-Technologien in Bernafon Alpha: dem Hybrid Sound Processing.
Braun: Die Sprachverständlichkeit erhöhen und den Komfort verbessern – das wollen wir in der Industrie im Sinne unserer Hörgeräteträger ja alle. Allerdings ging das bisher oft immer mit einer Kompromissfindung einher.
Lesimple: Das stimmt. Audiosignale sind sehr komplex und enthalten Informationen in verschiedenen Dimensionen. Die Herausforderung für das Hörgerät besteht darin, die richtigen Informationen zu erfassen und zu übertragen. Wir haben einerseits schnell variierende Signale wie Sprache. Diese Signale benötigen eine sehr hohe zeitliche Auflösung, um leise und laute Phoneme entsprechend zu verstärken. Und auf der anderen Seite gibt es aber auch Signale, wie Hintergrundgeräusche, die sich nur langsam über die Zeit verändern. Um diese zu erfassen und zu verarbeiten braucht es eine hohe Frequenzauflösung, die langsamer arbeitet.
Braun: Schwierig! Ein Beispiel: Verfolgen Sie doch mal mit den Augen Ihren Finger während Sie diesen vor sich von links nach rechts bewegen. Wie Sie bemerkt haben, ist der Finger (Sprache) scharf, aber Sie bekommen wenig Informationen über den Raum mit. Und jetzt konzentrieren Sie sich auf den Raum und bewegen dabei wieder den Finger von links nach rechts. Nun ist der Finger unscharf und der Raum (Hintergrundgeräusch) detailreich. Ein Paradoxon? Nicht zwingend. Mit unserem Hybrid Sound Processing können wir jetzt Sprache in der Zeitdomäne phonemgenau verarbeiten und parallel in der Frequenzdomäne, mit langsameren Zeitfenstern die Details der Umgebung erhalten und störende Elemente gezielt verarbeiten. Darum sprechen wir beim Hybrid Sound Processing auch von kompromisslos. Dank unseres neuen Chips können wir jetzt zwei Signalverarbeitungen parallel laufen lassen.


Bernafon Alpha mit OpenBass Dome

Und wie stellen Sie sicher, dass dem Nutzer der richtige Mix aus diesen beiden Signalverarbeitungen präsentiert wird?

Lesimple: Bei unserer vorherigen Generation konnten Akustiker das für jeden Kunden einstellen. Nun ist es so, dass man diese Parameter während der Anpassung gar nicht mehr einstellen muss. Denn wir arbeiten jetzt mit einem System, das in verschiedenen Laborsituationen entwickelt und getestet worden ist. In unseren klinischen Tests bekamen wir dazu gute Rückmeldungen. Die Probanden waren begeistert von dem sehr angenehmen und natürlichen Klang bei einer gleichzeitig sehr guten Sprachverständlichkeit.
Braun: Wir wollen ja generell von den modellbasierten Ansätzen weg. Das haben wir auch schon in den vorherigen Familien mit DECS und True Environment Processing gemacht. Und jetzt sind wir erneut einen eigenen Weg und noch einen Schritt nach vorn gegangen.
 
Eine weitere Hybrid-Technologie im Bernafon Alpha ist das Hybrid Noise Management. Welche beiden Technologien arbeiten hier mit welchem Ziel zusammen?
Lesimple: Hier geht es darum, unerwünschte Klänge zu reduzieren. Und das können wir nun viel besser analysieren. Lärm ist ja entweder räumlich verteilt, so dass man Richtmikrofone punktuell einsetzt, die nur dort eine Dämpfung leisten, wo die Geräuschquelle ist. Das wäre die Smart Directionality. Bernafon Alpha arbeitet so, dass es nur dann eine Dämpfung gibt, wenn diese den SNR verbessert. Dafür arbeitet das System nicht ständig im Richtmikrofonmodus, sondern grundsätzlich im omni-direktionalen Modus. Direktionalität wird nur angewendet, wenn sich dadurch etwas verbessern lässt, nämlich, wenn der Lärm räumlich verteilt ist. Wenn man Sprache und Lärm von vorne hat, arbeitet das System mit der Smart Noise Reduction.
 
Und auch hier lässt sich der Wirkungsgrad in der Anpassung auf den Nutzer individualisieren?
Braun: Ja. Smart Directionality zieht gezielt die Elemente heraus, die den SNR verschlechtern, damit wir das räumliche Klangbild beibehalten. Und das Maß der Absenkung lässt sich individuell einstellen, je nachdem, wie tolerant ein Kunde gegenüber Hintergrundgeräuschen ist. Zudem schaltet sich die Smart Directionality nur dann ein, wenn wirklich etwas passiert. Das ist die Idee eines hybriden Systems. Es kann nur eine Technologie aktiv sein, oder eben ein Zusammenspiel aus beiden.
 
Der Algorithmus, der hier arbeitet, wurde, wie Sie auf dem Launch Event sagten, per Machine Learning trainiert. Im Alltag der Nutzer lernt der Algorithmus aber nicht mehr dazu. Warum?
Braun: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass, wenn man das Gerät weiter lernen lässt, es eine Instanz braucht, die prüft und bewertet, was dazugelernt wurde. Und die wäre hier ja der Nutzer selbst. Wenn das nun jemand ist, der zum ersten Mal Hörgeräte trägt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass er seine Geräte leiser stellen wird. Folgen ihm die Geräte dabei, würden sie sich leiser entwickeln, was häufig im Wiederspruch zum audiologischen Nutzen steht. Ähnliche Tendenzen haben wir beim Volume Control Learning gesehen. Und das ist nicht das Ziel. Unser Ziel ist, dass die Nutzer gar nichts mehr bedienen müssen und bestenfalls den Tag über nicht an ihre Hörgeräte erinnert werden. Daher ist das ein austrainiertes, abgeschlossenes On Board-System, das in der Lage ist, zu verstehen, zu verallgemeinern, vorherzusagen und zu handeln.
Lesimple: Abgesehen davon geht es hier auch um die Verantwortung, die wir für ein medizinisches Produkt tragen. Wir sind dafür verantwortlich, was in einem Hörgerät passiert. Und wenn wir keine Kontrolle mehr über das haben, was das System lernt, wo ist dann die Verantwortung?
 
Sie hatten es eben schon erwähnt: Die Toleranz gegenüber Hintergrundgeräuschen ist von Kunde zu Kunde verschieden. Inwieweit kann man das Hybrid Noise Management individualisieren?
Braun: Das Maß der Absenkung lässt sich in der Oasis einstellen – einerseits, wie stark etwas reduziert werden soll, andererseits aber auch, wie stark die Richtcharakteristik arbeiten soll. Generell bieten wir dem Hörakustiker mit Bernafon Alpha nun mehr Einstellmöglichkeiten als je zuvor.
 
Auf dem Launch Event sprachen Sie auch von 24 Frequenzbereichen. Wendet sich Bernafon damit von der ChannelFree-Technologie ab?
Braun: Nein! Was hier gemeint war, sind die 24 Frequenzbereiche, in denen zum Beispiel Smart Noise Reduction nach störenden Elementen sucht. Das andere ist die Signalverarbeitung, da bleiben wir unseren audiologischen Wurzeln natürlich treu. Mit Alpha führen wir neue Begriffe ein, die aber unsere selben Prinzipien beschreiben, z. B. die schnelle phonemische Breitbandkompression in Echtzeit. Diese ist aber nur eine der beiden Verarbeitungsstrategien in Alpha. Daher ist der Begriff ChannelFree, nicht mehr ganz korrekt, da die Signalverarbeitung nun um die Frequenzdomäne erweitert, also noch leistungsfähiger wurde.


„Es gab ja die Befürchtung, dass man jetzt wegen des Machine Learnings weniger einstellen kann, aber das Gegenteil ist der Fall“, so Carsten Braun

Die dritte hybride Technologie ist das Hybrid Noise Balancing, für die der Speech und der Noise Balancer zusammenarbeiten. Was kann man sich darunter vorstellen?

Braun: In der Praxis ist es häufig so, dass Kunden in einer komplexen Situation mit Sprache intuitiv ihre Geräte lauter stellen. Und sie tun das nicht, weil sie es generell als zu leise empfinden, sondern weil sie sich mehr Sprachverständlichkeit erhoffen. Allerdings erhöhen sie damit auch Frequenzen außerhalb des Sprachbereichs. Der Speech Balancer kann, sobald Sprache detektiert wird, den sprachrelevanten Bereich adaptiv anheben, und zwar in den Frequenzen, die für das Verstehen am wichtigsten sind. So ermöglichen wir eine individualisierbare Sprachwahrnehmung, und der Kunde bekommt einen schnelleren Zugang zu wichtigen Sprachinformationen. Wenn keine Sprache mehr erkannt wird, fährt das System wieder zurück. Wichtig ist hierbei, dass der SNR, den wir uns mit Richtcharakteristik und Störlärmunterdrückung erarbeitet haben, bestehen bleibt.
 
Und das lässt sich in der Anpassung ebenfalls individualisieren?
Braun: Ja. Dafür kann man im Vorfeld Tests wie den GöSa oder OlSa machen, so dass man ermittelt, welchen SNR-Ausgleich der Kunde benötigt. Auch einen ANL-Test könnte man durchführen, um zu erfahren, wie tolerant ein Kunde gegenüber Hintergrundgeräuschen ist. Zusätzlich unterstützt der Noise Balancer, wenn keine Sprache vorhanden ist. Er sorgt also für den Komfort.
 
Als vierte Hybrid Technology nennen Sie den Hybrid Feedback Canceller. Inwiefern ist der eine Verbesserung zu ihrem bisherigen Feedback Management? Und, wenn Sie mir gestatten: Warum klingt es bei allen immer so, als sei das Problem Feedback mit der neuesten Entwicklung gelöst, bis dann die nächste Generation kommt?
Lesimple: (lacht) Es ist nie so, dass man ein Problem endgültig löst. Wenn man das Problem gut identifizieren kann, schafft man aber Verbesserungen. Zumal es für Feedback viele Gründe gibt. Bisher nutzte man dafür ein eher statisches System, das den Rückkopplungspfad schätzt. Und das Schätzen braucht Zeit. In der Theorie hat man damit eigentlich ein perfektes System. Im Alltag kann sich der Rückkopplungspfad aber binnen Millisekunden ändern – und dann ist das System nicht mehr optimal. Deshalb wurde eine spektrotemporale Modulation eingefügt. Damit haben wir nun zwei Systeme, die die spezifischen Situationen abdecken.
Braun: Das heißt: in statischen Situationen arbeitet das langsame System für den besten Klang ohne Artefakte. Und in unvorhersehbaren Situationen arbeitet das System mit der spektro- temporalen Modulation. In der Anpassung lässt sich das in drei Stufen einstellen: Maximum, Aus und dann gibt es noch eine Zwischenstufe, wenn ein Kunde, zum Beispiel ein Musiker, eine etwas geringere Wirksamkeit wünscht. Die Wirkung des Hybrid Feedback Canceller lässt sich aber auch für jedes Programm einzeln einstellen.
 
Nur kurz gestreift haben Sie auf dem Launch Event das Thema Remote Fitting. Wie ermöglicht Bernafon die Fernanpassung?
Braun: Remote Fitting mit Bernafon ist denkbar einfach und verhält sich wie eine 1:1 Anpassung im Fachgeschäft. Es gibt also keinerlei Einschränkungen. Als Hörakustiker ruft man einmalig vorab bei uns an, und wir erstellen einen Account auf unserem Remote Fitting Portal. Danach können unsere Kunden mit ihren Kunden Remote Sitzungen vereinbaren wie normale Termine. Hörgerätenutzer gehen mittels Easy Control Connect App und dem Smartphone oder Tablet online und treffen sich mit dem Hörakustiker in einer virtuellen Anpasssitzung. Für den Hörakustiker ändert sich fast nichts. Er kann wie gewohnt die Anpassung direkt aus der Oasis heraus durchführen, ohne Einschränkungen. Der riesige Vorteil ist, dass der Kunde dabei zum Beispiel zuhause vor dem Fernseher sitzen kann, weil er da vielleicht noch Optimierungsbedarf hat. Es geht also darum, dass man dem Kunden in genau der Situation helfen kann, in der er noch Verbesserungen wünscht. Die Einstellungen übertragen sich dann sofort in die Hörgeräte. Als Schnittstelle dient das Smartphone des Kunden. Zudem hat man eine Videoverbindung, über die man sofort die Reaktion sehen kann. Wo wir gerade über das Thema App reden, möchte ich auch erwähnen, dass unsere EasyControl-A App ein Update erhalten hat. Ab jetzt können Nutzer in der App, etwa beim Streaming, über einen Equalizer die Tiefen, Mitten und Höhen auf den eigenen Geschmack justieren, übrigens auch während des Telefonierens.
 
Welche Optimierungen haben Sie im Zuge von Bernafon Alpha außerdem in der Oasis vorgenommen?
Braun: Da gab es einige Wünsche unserer Kunden, die wir nun umgesetzt haben. So wurde etwa gewünscht, dass Oasis schneller starten soll, was uns mit dem Update gelungen ist. Außerdem haben wir viel für die Personalisierung getan. Zu Beginn einer Anpassung gibt es nun ein Personalisierungsprotokoll, das direkten Einfluss auf die Features hat. Das sind fünf Fragen mit je fünf Antwortmöglichkeiten. Daraus ergeben sich 3.125 Kombinationsmöglichkeiten für die Feinanpassung. Mit jeder Kombination entsteht ein Schlüssel und hinter jedem dieser Schlüssel steht das entsprechend bestpassende Setup der Features. Damit wollen wir die Spontanakzeptanz weiter verbessern. Die Features sind, wie man es von Bernafon gewohnt ist, alle auf einem Bildschirm übersichtlich untereinander angeordnet. Man kann also deutlich mehr personalisieren als zuvor. Es gab ja die Befürchtung, dass man jetzt wegen des Machine Learnings weniger einstellen kann, aber das Gegenteil ist der Fall.


Verfügbar ist Bernafon Alpha als Akku-Gerät – der mit Abstand erfolgreichsten Bauform – in den Leistungsklassen 9, 7 und 5

In welchen Ausführungen ist Alpha verfügbar?

Braun: Als Akku-Gerät MNR T R in den Klassen 9, 7 und 5. Diese Bauform ist mit Abstand am erfolgreichsten, zumal es inzwischen schwierig ist, den Kunden zu erklären, dass sie bei solch hoch entwickelten Geräten immer noch Batterien einlegen müssen. Und sollte in ein paar Jahren mal der Akku getauscht werden müssen, kann das der Hörakustiker vor Ort im Fachgeschäft tun. Das geht so schnell wie ein Batteriewechsel.
 
Und was halten Sie für die Vermarktung bereit?
Heinz: Wie gewohnt sind wir auch für Bernafon Alpha mit einem sehr umfangreichen Marketingpaket an den Start gegangen. Das fängt an mit einem attraktivem Deko-Set und geht weiter mit verschiedenen on- und offline-Maßnahmen. Darüber hinaus haben wir das Konzept „In fünf Schritten zum Alpha Experten“ entwickelt. In diesem Rahmen begleiten wir unsere Kunden über regelmäßige E-Newsletter durch die unterschiedlichen Phasen, vom Kennenlernen der Technologie, der Planung von Marketing & Kommunikation bis hin zum erfolgreichen Verkaufsgespräch. Dazu bieten wir natürlich Webinare an, in denen unsere Experten alles Technische vertiefen und Praxistipps zur Anpassung von Bernafon Alpha geben. Zudem gibt es eine Alpha Anpasstour. Das heißt, unsere Produkttrainer gehen auf Tour durch die Republik und Kunden und Interessenten können bei ihnen Termine buchen, online, oder, wenn möglich und gewünscht, auch im Betrieb. Und last but not least können unsere Kunden in unserem neuen Webshop seit Anfang Februar Hörgeräte, Zubehör und Ersatzteile rund um die Uhr und vor allem auch außerhalb unserer Geschäftszeiten bestellen. Also alles in allem können sich alle wieder auf ein sehr vielseitiges Angebot freuen. Und ohne zu viel zu verraten, hält 2021 noch weitere Marketinghighlights aus dem Hause Bernafon bereit. Mehr dazu gibt’s in naher Zukunft.
 
Frau Heinz, Herr Braun, Herr Lesimple, haben Sie vielen Dank für das Gespräch.