Gesundheitsminister sagt Hörakustikern Unterstützung zu

Politik. Ende Juni fand in Berlin wieder ein Parlamentarischer Abend der Gesundheitshandwerke statt. Gesundheitsminister Gröhe, zahlreiche Gesundheitspolitiker und Vertreter von Krankenkassen und Gesundheitsverbänden folgten der Einladung und nutzen die Veranstaltung, um den Dialog mit den Gesundheitshandwerken zu suchen.
 


biha-Präsidentin Marianne Frickel forderte in ihrer Rede u.a. faire Rahmenbedingungen zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern sowie mehr Rechtssicherheit hinsichtlich der Anwendbarkeit des Wettbewerbsrechts. Es braucht gesetzliche Regelungen, die Fehlanreize unterbinden und für eine sachgerechte Trennung zwischen ärztlicher Heilbehandlung und den Leistungen der Gesundheitshandwerke sorgen. Im Sinne eines fairen Wettbewerbs zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern benötigt man zudem im umkämpften und hochregulierten Gesundheitsmarkt ein gutes ordnungspolitisches Fundament.

Gesundheitsminister Gröhe sagte den Hörgeräteakustikern seine Unterstützung zu und plädierte für mehr Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen. Neben der Festigung kollektivvertraglicher Strukturen sollen die Gesundheitshandwerke von unnötiger Bürokratie entlastet werden. Missbrauch und Fehlverhalten, etwa im Bereich des verkürzten Versorgungsweges, gilt es abzustellen. Der Verbraucherschutz wird bei den Gesundheitshandwerken durch den qualifikationsgebundenen Berufszugang gesichert. Gröhe betonte in diesem Zusammenhang die zentrale Bedeutung des Meisters und warnte vor dem Hintergrund der europäischen Deregulierungsbemühungen: „Hände weg vom Meisterprinzip!“.

Auch ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer unterstrich die Bedeutung der Gesundheitshandwerke, vor allem im Angesicht des demographischen Wandels. Im Dialog mit den gesundheitspolitischen Entscheidungsträgern wurden Besonderheiten und Herausforderungen der Gesundheitsbranche diskutiert und Lösungswege aufgezeigt. Der erfolgreiche Parlamentarische Abend der Gesundheitshandwerke soll sich mittelfristig zu einer festen Instanz im politischen Berlin entwickeln und wird auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. (Quelle: biha)