Med-El Gründerin und CEO Dr. Ingeborg Hochmair erhält Lasker Award

Ausgezeichnet: Med-El-Gründerin Dr. Ingeborg Hochmair, G. M. Clark, B. S. Wilson/copyright: lasker-DeBakey

Anfang September wurde bekanntgegeben, dass Dr. Ingeborg Hochmair mit dem renommierten Lasker-DeBakey Clinical Medical Research Award ausgezeichnet wurde. Die Österreicherin teilt den Award mit Graeme M. Clark (Emeritus, University of Melbourne, Australien) und Blake S. Wilson (Duke Univesity NC, USA). Mit dem Lasker-DeBakey-Award werden Wissenschaftler ausgezeichnet, die mit ihrer Forschung zu einer Verbesserung der klinischen Versorgung von Patienten beigetragen haben. Überreicht wurden die Preise am 20. September dieses Jahres in New York. Die Med-El-Gründerin, selbst promovierte Elektrotechnikerin, erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung des modernen Cochlea-Implantats respektive für ihren frühen wissenschaftlichen Beitrag im Bereich der Cochlea-Implantate. Den Grundstein legte hierbei die Entwicklung des ersten mikroelektronischen Mehrkanal-Cochlea-Implantats, das erstmals 1977 in Wien implantiert worden war. Schon 1979 legte Hochmair mit einer modifizierten Version des Implantats nach. Auf diesen Durchbruch folgten über die Jahre immer weitere Innovationen wie etwa 1991 der weltweit erste Audioprozessor für Cochlea-Implantate, der hinter dem Ohr getragen werden konnte. In den vergangenen Jahren arbeitete Dr. Hochmair mit Dr. Wilson eng an aktuellen Themen wie dem Nutzen bilateraler Implantation, kombinierter elektrisch-akustischer Stimulation und Cochlea-Implantaten für einseitig Ertaubte. „Viele dieser Errungenschaften waren nur durch die gleichermaßen große Leidenschaft meines Ehemannes und engsten Kollegen Erwin Hochmair und weiterer außergewöhnlicher Partner wie Grundlagenforschern, Chirurgen, Klinikärzten, Kollegen bei Med-El und natürlich den Nutzern der Implantate möglich“, erklärt Dr. Hochmair und ergänzt: „Ich bin außerordentlich glücklich, dass unser Lebenswerk so glanzvoll gewürdigt wird. Nichtsdestotrotz freut es mich noch mehr, dass diese Auszeichnung auch mehr Aufmerksamkeit für das gesamte Feld der Cochlea-Implantate mit sich bringt. Sie sind für Kleinkinder, die bereits hochgradig hörbeeinträchtigt geboren wurden, ebenso wichtig wie für ältere Menschen, die ihr Gehör erst im Laufe ihres Lebens verlieren.“ Daran, sich nun zur Ruhe zu setzen, denkt Dr. Ingeborg Hochmair freilich nicht. „In vielerlei Hinsicht hat unsere Arbeit gerade erst begonnen“, so die Preisträgerin.