DEAFLYMPICS: Heike ALbrecht holt drei Medaillen

Zwei Mal Gold, einmal Bronze – das ist die Ausbeute von Heike Albrecht bei den offiziellen Olympischen Spielen der Gehörlosen. Die aus dem nord rhein-westfälischen Niederzier bei Aachen stammende Tennisspielerin gewann sowohl das Finale im Dameneinzel als auch, zusammen mit ihrem Teamkollegen Urs Breitenbacher, das Finale im Mixed. Zusammen mit ihrer Teamkollegin Verena Fleckenstein sicherte sie sich zudem den dritten Platz im Damen Doppel. „Die Teilnahme an den Deaflympics ist das Ziel für jeden Spitzensportler im Deutschen Gehörlosen Sportverband (DGS), eine Deaflympics Medaille die Erfüllung eines Traums“, erklärt die 22-jährige vom GSV Neuwied. „Ich habe selber nicht damit gerechnet, dass ich so weit komme. Mein Ziel waren zwar drei Medaillen, aber dass es so gut für mich läuft, hätte ich nicht erwartet.“ Nach den Erfolgen bei der Europameisterschaft 2008 (Einzel, Doppel, Mixed) sowie dem Sieg bei den Deaflympics 2009 im Doppel, dem Mannschafts-Weltmeisterschaftstitel 2011 und der erfolgreichen Verteidigung der EM im vergangenen Jahr ist Heike Albrecht also weiter auf Erfolgskurs. Albrecht ist von Geburt an schwerhörig. Sie kann erst ab 110 Dezibel hören. Zwei Naída S-Systeme von Phonak erleichtern ihr auf und abseits des Tennisplatz die Kommunikation. Der Hörgerätehersteller unterstützt Heike Albrecht seit 2006. „Heike Albrecht ist Vorbild und Ansporn für viele junge Menschen. Sie macht deutlich, dass auch Menschen mit einer Hörminderung erfolgreich sein und ihre Ziele verwirklichen können“, erläutert Wolfgang Bennedik, Geschäftsführer von Phonak Deutschland die Beweggründe.