BVHI: neues Mitglied und Namensänderung

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MED-EL-Deutschland-Geschäftsführer Gregor Dittrich (Foto: MED-EL) und BVHI-Vorstandsvorsitzender Dr. Stefan Zimmer (Foto: BVHI)

MED-EL ist in den Bundesverband der Hörsysteme-Industrie e. V. (BVHI) aufgenommen worden. Das meldeten sowohl der BVHI als auch MED-EL Anfang Juli. Damit hat der Verband, der sich in diesem Zuge auch von „Bundesverband der Hörgeräte-Industrie“ in „Bundesverband der Hörsysteme-Industrie“ umbenannt hat, nun einen Hersteller von Hörimplantaten als Mitglied aufgenommen. 

„Wenn eine Schwerhörigkeit selbst durch High-Tech Hörgeräte nicht mehr versorgt werden kann, empfehlen HNO-Ärzte in der Regel ein Implantat. Durch den Beitritt von MED-EL decken die Mitgliedsunternehmen des BVHI die gesamte Palette von Hörsystemen ab – von der Erstversorgung einer beginnenden Hörminderung bis hin zu Hörimplantaten“, sagt Dr. Stefan Zimmer, Vorstandsvorsitzender des BVHI.

„Teamgeist ist Teil unserer Philosophie bei MED-EL! Wir freuen uns darauf, die Verbandsarbeit des BVHI wirkungsvoll zu unterstützen und damit zur bestmöglichen Versorgung hörgeminderter Menschen beizutragen. Die Zusammenarbeit mit Dr. Stefan Zimmer und seinem Team sowie den Kolleginnen und Kollegen im BVHI-Vorstand empfinden wir von Beginn an als genauso tatkräftig wie professionell und so freuen wir uns auf die Zukunft mit vielen gemeinsamen Projekten“, sagt Dipl.-Phys. Gregor Dittrich, Geschäftsführer von MED-EL Deutschland.
Das im österreichischen Innsbruck beheimatete Unternehmen entstand in den 1970er-Jahren aus einem Forschungsprojekt an der Universität Wien zur elektrischen Stimulation von Nervensträngen und Klangverarbeitungstechnologien. Aus dem Projekt ging damals das nach eigenen Angaben erste mikroelektronische, mehrkanalige Cochlea-Implantat hervor, das im Dezember 1977 in Wien erstmals implantiert wurde. Inzwischen ist MED-EL in 124 Ländern aktiv.

Die eingangs erwähnte Umbenennung des in Frankfurt ansässigen Verbands erläutert Dr. Stefan Zimmer indes so: „Mit dem Austausch des Gerätes zugunsten des Systems tragen wir zum einen der in der Branche zunehmend gebräuchlichen Terminologie Rechnung. Ferner unterstreichen wir die Kompetenz des Verbandes und seiner Mitglieder in allen Bereichen der technisch-systemischen Hörversorgung, zu denen, neben Hörgeräten und Implantaten, unter anderem auch digitale Lösungen zählen.“