Junge Nachwuchserfinder auf Einladung von MED-EL am Welttag des Hörens im deutschen Museum

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Junge Nachwuchserfinder zu Besuch im Deutschen Museum (Foto: MED-EL)

Am 03.03., dem Welttag des Hörens, besuchten junge Nachwuchserfinder auf Einladung von MED-EL die Hör-Werkstatt des Deutschen Museums in München. Das meldete der Implantat-Hersteller am 20. April dieses Jahres. 

Dem Besuch vorausgegangen war der internationale Kindererfinder-Wettbewerb „ideas4ears“, den MED-EL seit vier Jahren ausruft. Hierfür werden junge Tüftler aufgerufen, eine Erfindung zu machen, die das Leben von Gehörlosen oder Ertaubten einfacher macht. Seit Tag eins dabei ist etwa die Carl-Orff-Grundschule in Andechs, der oberbayerischen Partnergemeine von Innsbruck, dem Sitz der MED-EL-Zentrale.

Zwei Mitarbeiterinnen des Unternehmens, Dr. Stephanie Traub und Julia Kujawa, besuchten die Schule und sprachen mit den Kindern darüber, wie das Hören generell funktioniert und was es bedeutet, einen Hörverlust zu haben. „Ich war sehr überrascht, wie groß das Interesse an den Themen ‚Hören‘ und ‚Funktion des Ohres‘ aber auch an den Hörlösungen war“, berichtet Stephanie Traub, die selbst CIs trägt. Und auch „die Erfindungen, die so zahlreich bei uns eingegangen sind, haben sehr deutlich gezeigt, dass die Kinder sich mit dem Problem des Hörverlusts und seinen Konsequenzen ernsthaft auseinandergesetzt haben. Sie haben sich überlegt, wie man Haarsinneszellen reparieren könnte, aber auch, wie man Hörgeschädigte in konkreten Alltagssituationen durch technische Hilfsmittel unterstützen könnte“, berichtet Stephanie Traub.

Als Dankeschön für die Teilnahme lud MED-EL die teilnehmenden Schulklassen am 03.03.2020 anlässlich des Welttags des Hörens in das Deutsche Museum zu einem Besuch der Hör-Werkstatt ein. Valentina Kaiser, Lehrerin an der Carl-Orff-Grundschule, begrüßt die Sensibilisierung der Kinder für den Hörsinn.  „Wie wichtig unser Hören für das Leben und auch Überleben ist, machen viele Aktionen am Welttag des Hörens offensichtlich. Die Sensibilisierung für diese wertvolle Gabe, die Erkenntnis der weitreichenden Bedeutung des guten Hörens und das Verstehen, wie Hören funktioniert, ist das Fundament für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Sinn und der Empathie für Menschen mit reduzierter Hörleistung“, so Kaiser. Selbst in den bayrischen Lehrplan für Grundschulen hat das Thema Einzug gehalten.

Die Hör-Werkstatt im Deutschen Museum unterstützt genau dies. Hier kann man an verschiedenen Stationen mit anschaulichen Versuchen vieles rund um das Ohr und das Hören lernen. Selbst Lösungen wie Implantate können hier spielerisch entdeckt werden. Und so nahmen die Grundschulkinder „bleibende Eindrücke, ein fundiertes Wissen und vor allem ein neues Gefühl gegenüber dem Hören mit nach Hause“, resümiert Valentina Kaiser.