HoerTech startet Projekt zur Entwicklung eines Messverfahrens zur Ermittlung der Höranstrengung

Forschung und entwicklung


Die Oldenburger HörTech gGmbH hat am 1. Juli im Rahmen des Förderprogramms „INNO-KOM“ mit der Entwicklung eines Messverfahrens zur Erfassung der subjektiven Höranstrengung begonnen. Ziel ist eine „marktfähige Anwendung für Hörakustiker und Kliniken“, heißt es in dem entsprechenden Newsletter. Dabei soll das von der HoerTech entwickelte „ACALES“-Verfahren (Adaptive CAtegorical Listening Effort Scaling) „verlässliche Ergebnisse über die unterschiedliche Wahrnehmung von Höranstrengung bei verschiedenen Hörsystemen“ liefern und so helfen, die bestmögliche Versorgung Schwerhöriger sicherzustellen.

„Obwohl sich zahlreiche Studien auf wissenschaftlicher Ebene mit dem Thema Höranstrengung beschäftigt haben, gibt es aktuell kein einfaches Tool, das Hörakustiker oder Kliniker nutzen können, um ihre Kunden mit einer Hörgeräte- bzw. CI-Versorgung auszustatten, die neben der Sprachverständlichkeit auch die Höranstrengung berücksichtigt. Hier setzt unser Verfahren an“ erklärt Melanie Krüger, Produktmanagerin bei der HörTech gGmbH.

„INNO-KOM“, das Förderprogramm, in dessen Rahmen nun diese Entwicklung vorangetrieben wird, wurde 2009 initiiert, um die innovative Leistungsfähigkeit gemeinnütziger externer Industrieforschungseinrichtungen in strukturschwachen Regionen Deutschlands nachhaltig zu stärken. Anfangs vor allem mit Forschungseinrichtungen in Ostdeutschland im Fokus hatte man das Förderprogramm 2017 auf strukturschwache Regionen im gesamten Bundesgebiet ausgeweitet.