Med-El: „ideas4ears“-Gewinner gekürt

WETTBEWERBE


Die neun Gewinnerkinder des internationalen Nachwuchserfinder-Wettbewerbs (Foto: Med-El)

Am 12. und 13. Juni dieses Jahres durften die neun Gewinner des von Med-El ausgelobten Nachwuchserfinder-Wettbewerbs „ideas4ears“ in die Firmenzentrale reisen: Vier Mädchen und fünf Jungen aus Deutschland, Australien, Weißrussland, Chile, Spanien, Großbritannien und den USA. Das meldete der Hersteller für implantierbare Hörlösungen Mitte Juni per Newsletter. Viele der Gewinnerkinder seien selbst Med-El Hörimplantat-Nutzer oder haben Familienmitglieder, die ein solches nutzen. 

In Innsbruck trafen die Kinder und Jugendlichen nicht nur den Med-El-Chefentwickler und „ideas4ears“-Chefjuror Geoffrey Ball, sie konnten auch Forschung und Produktion von Hörimplantaten hautnah miterleben. Aus Deutschland waren die beiden Achtjährigen Sophie und Eva-Maria in der Firmenzentrale. Ihre Idee: Ein spezielles Bett, in dem während des Schlafens die Haarzellen in der Cochlea mittels Laserbehandlung wiederhergestellt werden können.

Med-El spricht von „insgesamt 341“ Einsendungen, die im Rahmen des Nachwuchserfinder-Wettbewerbs eingegangen seien. Die Absender waren Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus 19 Ländern. „Es ist wichtig, dass wir über die Auswirkungen von Hörverlust sprechen, über Behandlungsmöglichkeiten aufklären und natürlich auch darüber nachdenken, wie das Leben von Schwerhörigen zukünftig noch weiter verbessert werden kann. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, dass „ideas4ears“ auch im zweiten Jahr auf so viel Resonanz gestoßen ist, auch wenn es uns bei all den tollen Erfindungen wirklich sehr schwer fiel, die besten auszuwählen“, beschreibt Gregor Dittrich, Geschäftsführer der Med-El  Deutschland GmbH, den schwierigen Auswahlprozess.


Sophie und Eva-Maria mit ihrem «Laserbett»

Die Aufgabenstellung für die Teilnehmenden war, in Form von Zeichnungen, Videos oder lebensechten Prototypen Dinge einzureichen, die die Lebenssituation von Menschen mit Hörverlust verbessern. Der Kreativität seien dabei keinerlei Grenzen gesetzt worden. So konnte man entweder vollkommen neue Ideen einreichen, oder Verbesserungen von bereits bestehenden Dingen. Die einzige Voraussetzung war, dass die Erfindungen eine Hilfe im Alltag und eine Erleichterung mit partiellem oder ganzheitlichem Hörverlust darstellen, wie es seitens Med-El heißt. „Die Kinder haben ein unglaubliches Engagement gezeigt und keine Mühen gescheut, ihre hervorragenden und genialen Ideen auch in aufwändig gebastelten Modellen oder ganz zeitgemäß in Form von Videos zu präsentieren. Viele der Ideen könnten gut umsetzbar sein und gehörlosen und schwerhörigen Menschen wirklich helfen“, lobt der ehemals im Silicon-Valley beheimatete Geoffrey Ball, Erfinder und Nutzer des Mittelohrimplantats „Vibrant Soundbridge“.