Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert neues Oldenburger Forschungsprojekt

500.000 Euro für das Projekt


Hörforscherin Dr. Anna Warzybok (Foto: Universität Oldenburg)

Die Oldenburger Physikerin und Hörforscherin Dr. Anna Warzybok hat es sich zum Ziel gemacht, Hörge-schädigte verschiedener Länder zu testen, klinische Standards zu vereinheitlichen und damit eine international optimale Versorgung mit Hörhilfen zu befördern. 

Warzybok forscht in der Abteilung Medizinische Physik der Fakulität VI Medizin und Gesundheits-wissenschaften sowie im Exzellenzcluster „Hearing4all“ der Universität Oldenburg. Für ihr Projekt erhielt sie nun rund 500.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

„Auch diese Förderzusage unterstreicht die herausragende Arbeit unserer Nachwuchswissenschaftler. Wir gratulieren Anna Warzybok zu diesem Erfolg“, sagt Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. Hand Michael Piper. „Anna Warzybok leistet mit ihrem Projekt einen wichtigen Beitrag, um eine international kompatible Sprachaudiologie, Hördiagnostik und Versorgung mit Hörhilfen zu etablieren – zum Wohl vieler Patientinnen und Patienten“, ergänzt Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Sprecher des Exzellenzclusters „Hearing4all“.

„Multilinguale modelbasierte rehabilitative Audiologie“ lautet der Titel des Projekts, bei dem die Postdoktorantin Warzybok zugleich Antragsstellerin und Koordinatorin ist. So wird sie nun in den kommenden drei Jahren das Sprachverstehen von Hörgeschädigten in verschiedenen Ländern messen und international anwendbare Testverfahren aufbauen. Für die Messung der Sprachverständlichkeit verwendet Anna Warzybok standardisierte audiologische Tests, sogenannte Matrixtests, in verschiedenen Sprachen, die einen länderübergreifenden Vergleich der Ergebnisse erlauben. Überdies wird sie die Tests dafür nutzen, die Sprachverständlichkeit mittels automatischer Spracherkennung zu modellieren. Die Ergebnisse sollen der Vorhersage bestmöglicher Hörsystemeinstellungen für Patienten dienen.

Das Projekt ist interdisziplinär angelegt und wird in enger Kooperation mit weltweit führenden Kliniken und Forschungszentren in den USA, Italien, Polen und Russland realisiert.