Neue Produkte und Service-Tools – Rückblick auf die Industrieausstellung (Teil 2)


„Aus der Praxis für die Praxis.“ – Messestand von Egger

Egger – damit im Ohr alles passt!
Viele Jahre lag bei Egger der Schwerpunkt auf der Messe bei Otoplastik und Labortechnik als Dienstleistung. Nachdem der allgäuer Otoplastik-Spezialist auf der EUHA 2016 mit „evolupt 3|64“ und dem „evolupt 3|128“ aber erstmals zwei verschiedene 3D-Drucker gezeigt hatte, drang man in neue Gefilde ein. Diesen Weg geht Egger auf der diesjährigen Industrieschau konsequent weiter. Zum einen gibt Egger bekannt, eine Zusammenarbeit mit zwei weiteren 3D-Drucker-Herstellern eingegangen zu sein. „Die Kooperationen, die wir neben W2P mit Asiga und MiiCraft eingegangen sind, waren wichtig. Unter der Marke ‚evolupt’ bieten wir somit 3D-Drucker für jeden Bedarf an. Diese verfügen über unterschiedlich große Bauplattformen und entsprechen der neuesten Druckergeneration“, erklärt Andreas Schwer, Leitung Gehörschutz- und Otoplastik-Vertrieb. Das ist aber nur einer von drei Schritten, die man sich hinsichtlich 3D-Druck ausgedacht habe. Denn eine weitere Grundlage bilde die Kooperation mit 3Shape, die Egger ebenso in diesem Jahr einging. Sie ermöglicht sowohl den Vertrieb der neuen 3Shape Scanner „A1“ und „A1+“, als auch den Vertrieb des 3shape „EarMoldDesigners“, „ShellDesigners“, „ShellManagers“ und der „CAMbridge“-Software. Mit den dazugehörigen Materialien für die Herstellung von Otoplastiken, Im-Ohr-Schalen und Gussformen, den speziellen Licht- und Ultraschallgeräten, sei es für Egger nun möglich, die komplette 3D-Druck-Prozesskette anzubieten. „Hörakustiker bekommen mehr Freiheit durch offene 3D-Druck-Systeme. Wenn ein Kunde aus einer gelungenen Materialpartnerschaft kommt und nur den Drucker bei uns erwerben möchte, ist das in der Regel schon alles aufeinander abgestimmt. Wiederum profitieren unsere Kunden gerade davon, dass sie von Egger als Systemanbieter alles aus einer Hand erhalten können. Dazu steuern wir unsere Erfahrung und Unterstützung aus der Praxis für die Praxis bei. Das macht uns einzigartig,“ freut sich Dietmar Ungar, Geschäftsführer bei Egger in Kempten.
 
„Tempus“ nun auch in den IdO-Systemen von Unitron
In Halle 3A gibt es in diesem Jahr eine Art Sonova-City. Links am Hauptgang befindet sich der Phonak-Stand (siehe Interview mit Martin Heierle und Thomas Lang im kommenden Heft), dahinter folgt der von Hansaton. Rechts am Hauptgang, gegenüber von Hansaton, findet man den Stand von Audia Akustik, gegenüber des Phonak-Standes hat Unitron Position bezogen. Hier präsentiert Unitron-Geschäftsführer Jochen Meuser gemeinsam mit seinem Team die im Februar gelaunchte Plattform „Tempus“, die zunächst im RIC- und HdO-Bereich eingeführt wurde. Sie soll in der Lage sein, Sprache wesentlich genauer und schneller zu erkennen als Unitrons vorherige Plattform „North“. Die Grundlage hierfür bildet ein um 50% leistungsfähigerer Chip, der mit Features wie der „SoundCore“-Technologie ausgestattet ist. Nun setzt Unitron die neue Plattform auch in der IdO-Produktlinie ein. „Die ‚Tempus’-Plattform stößt bei den Hörakustikern auf starkes Interesse, da mit ihr räumliche Wahrnehmung möglich ist und man nun direkt hören kann, aus welcher Richtung eine Stimme tatsächlich kommt“, erklärt Unitron-Vertriebsleiter Karl Beck.


Sehr beliebt: Unitron-Waffeln!

Mit der neuen IdO-Familie „Inser“ sowie dem wiederaufladbarem HdO-Hörsystem „Strid M R“ präsentiert Unitron zudem zwei weitere Highlights. „Stride M“ gewann in diesem Jahr wieder einmal den Red Dot Award, den Unitron damit zum fünften Mal hintereinander einfährt. „Wir entwickeln unsere Produktpalette ständig weiter. Design ist dabei ein wichtiges Element. Wir wollten aber unseren Blick auch auf die Akkutechnologie richten. Denn wir haben verstanden, wie wichtig unseren Kunden Zuverlässigkeit und Flexibilität ist. Um diese für unsere Kunden zu erreichen, haben wir uns deshalb für die Silber-Zink-Technologie entschieden. Zum einen können Hörgeräteträger, die beispielsweise bereits ein ‚Stride M’ besitzen, dieses entsprechend nachrüsten. Zum anderen kann man jederzeit auch auf eine herkömmliche Batterie umsteigen, falls der Nutzer mal sein Ladegerät vergessen hat“, erklärt Jochen Meuser.

Einen weiteren Schwerpunkt setz Unitron auch in diesem Jahr mit Strategien rund um das sogenannte „Flex“-Konzept. Die Weiterentwicklung dieser Strategie sei, so Jochen Meuser, noch lange nicht am Ende. „Die ‚Flex’-Idee wird ständig weitergesponnen. Als Pionier in der Hörbranche mit dieser Technologie haben wir jede Menge Erfahrungen gesammelt und versuchen natürlich, diese ständig in unser Konzept mit einfließen zu lassen, weil wir unsere Kunden weiterhin begeistern wollen. Denn es geht letztendlich immer um zwei Sachen: Das Kundenerlebnis und die Weiterempfehlung durch zufriedene Kunden. Dafür müssen sich Akustiker differenzieren können und wir geben ihnen hierfür mit dem ‚Flex’-Konzept die notwendigen Instrumente“, so Jochen Meuser.


Messestand von Unitron