meinhoergeraet.de startet wissenschaftliche Studie

in zusammenarbeit mit prof. dr. dr. ulrich hoppe


Gewiss lässt einen der Begriff „Studie“ denken, es handle sich wieder einmal um eine Werbeanzeige, in der Interessenten, also potenzielle Neukunden, zum Testen von Neuheiten eingeladen werden sollen.

Nun zeigt meinhoergeraet.de in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe mit seinem aktuellen Konzept, dass Studien durchaus einen seriösen, wissenschaftlichen Anspruch haben können. Der Begriff „Hörgeräte-Studie“ wird also neu belebt. Die Studie bietet außerdem eine spannende Perspektive auf eine sogenannte „Online-Offline Integration“. Hier werden die Kanäle Internet und Fachhandel in einem integrierten Konzept vereint.
 
Von der Idee zur Umsetzung
Als sich Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe, Leiter der Audiologischen Abteilung der Hals-Nasen-Ohrenklinik vom Universitätsklinikum Erlangen, Marco Schulz, Geschäftsführer von meinhoergeraet.de, und Bianca Volke, Hörakustik-Meisterin bei meinhoergeraet.de, vor einigen Monaten zum ersten Mal in Erlangen trafen, war noch nicht ganz klar, wohin die Reise geht. Man wollte sich kennenlernen und schauen, wo es Schnittmengen und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit gibt. Schließlich ist Prof. Dr. Dr. Hoppe auch Leiter des hiesigen Cochlear-Implant-Centrums „Cicero“ der Erlanger HNO-Klinik und 1. Vorsitzender der Initiative Hören schenken e. V. Im Gespräch ging es also um Aufklärungsarbeit über das Thema Schwerhörigkeit an sich und passende Versorgungsmöglichkeiten.
Marco Schulz erzählte von seiner Idee, die Nutzer seiner Plattform aufzurufen, bestimmte Hörsystem-Technologien selbst auszuprobieren und zu erleben. Die Frage, ob man dieses Vorhaben auch wissenschaftlich nutzen könne, wurde schnell bejaht. Das Projekt einer gemeinsamen Hörgeräte-Studie war geboren. Sie sollte herstellerunabhängig sein, möglichst viele interessierte Endverbraucher ansprechen und konkrete Ergebnisse liefern. So entstand in den letzten Wochen das Konzept der Studie, vom Studien-Design, über den Fragenbogen bis zum Internetauftritt: www.meinhoergeraet.de/hoergeraete-studie
 
Hintergrund der Studie
Es geht in der Studie weniger im Features, eher um die subjektive Wahrnehmung von Sprache und Umgebungsgeräuschen. „Ziel einer Versorgung mit Hörgeräten ist vor allem eine Verbesserung des Verstehens“, sagt Prof. Dr. Dr. Hoppe. Es soll also untersucht werden, in welchem Verhältnis das Sprachverstehen zur Wahrnehmung der Umgebungsgeräusche steht, in Abhängigkeit zur Art und Ausprägung des Hörverlustes der Teilnehmer. Die Herausforderung bei der Anpassung besteht ja bekanntermaßen darin, die Verstärkung und damit das Verstehen der Sprache in Einklang mit den Umgebungsgeräuschen zu bringen, ohne dass die Hörumgebung verfälscht wird.
 
Ablauf der Studie
Die Teilnehmer durchlaufen in zwei Testläufen jeweils vier Gesprächssituationen des Alltags, z.B. in Geselligkeit, beim Spazieren oder Einkaufen. Die Situationen können vorher mit den Teilnehmern besprochen werden. Die Dauer des jeweiligen Testlaufes wird durch die Hörakustiker bestimmt. Es eignen sich hier natürlich die üblichen ein- bis zweiwöchigen Zyklen. Den Hörakustikern obliegt ebenfalls die Auswahl der jeweiligen Hörsysteme.


Leiter der Audiologischen Abteilung der HNO-Klinik vom Universitätsklinikum Erlangen: Prof. Dr. Dr. Ulrich Hoppe

So läuft die Befragung ab

Es gibt für die Durchführung ein Studien-Protokoll für die Teilnehmer und einen Online-Fragebogen für Hörakustiker. Die Teilnehmer nehmen das Studien-Protokoll für beide Testläufe mit und bewerten in der jeweiligen Situation die Wahrnehmung der Sprache und der Umgebung – nach dem bekannten Schulnotensystem. Das Studien-Protokoll wird also zwei Mal verwendet.
Nach jedem der beiden Testläufe führen die Hörakustiker ein kurzes Feedback-Gespräch. Während des Gespräches wird parallel der Online-Fragebogen ausgefüllt. Unter www.meinhoergeraet.de/fragebogen tragen die Hörakustiker die Basisdaten des Kunden ein, z.B. Art der Schwerhörigkeit, Alter oder Testlauf, und übertragen dann die Bewertungen der Situationen vom Studien-Protokoll in den Online-Fragebogen. Unabhängig von der Studie an sich ist dieses Verfahren natürlich auch eine gute Gelegenheit, mit dem Teilnehmer näher auf die Situationen einzugehen und die Erfahrungen genauer zu hinterfragen. Bis zum 31. August können so die Ergebnisse auf meinhoergeraet.de/fragebogen eingetragen werden.
 
Besonderheiten
„Uns war bei der Konzeption wichtig, dass das Studiendesign einfach ist. Die Aktion soll sich nahtlos in den Alltag der Hörakustiker einfügen, sprich universell während der Beratung und Betreuung im Fachgeschäft einsetzbar sein. Die Studie ist also auch unabhängig von laufenden Aktionen des Hörakustikers. Der zusätzliche Aufwand ist wirklich minimal“, sagt Marco Schulz. Der Studienablauf ist also ideal für Neuversorgungen anwendbar. „Mit dem Unterschied, dass man als teilnehmender Hörakustiker seine Kompetenz einmal mehr verdeutlichen kann“, ergänzt Marco Schulz.
 
Jeder Hörakustiker kann mitmachen
Formulierungen wie „Studie mit bundesweit 500 Partner-Akustikern“ oder „Die größte Hörgeräte-Studie … nur noch 100 Plätze frei“ sucht man vergebens. Getreu dem formulierten Motto „Jeder kann mitmachen und zur Studie beitragen“ gibt es keinerlei Beschränkungen einer Mitwirkung durch Hörakustik-Fachgeschäfte. Wichtig ist nur, dass die Bögen sorgfältig und vollständig ausgefüllt werden, wie die Initiatoren betonen.


Marco Schulz, Geschäftsführer von meinhoergeraet.de, erklärt das Studie-Design im Interview

Ergebnisse werden geteilt

Sehr lobenswert ist auch, dass die teilnehmenden Hörakustiker nach den Befragungen die Ergebnisse erhalten. Jedes teilnehmende Fachgeschäft bekommt dafür eine eigene ID, die beim Online-Fragebogen eingegeben wird. „Es ist doch wichtig, dass wir uns die Erkenntnisse teilen, darüber reden und diskutieren können“, sagt Marco Schulz. Schließlich sei das das Wesen und das Schöne an neuen Erkenntnissen.
 
Aktions-Unterstützung - Online und Offline
Ein wesentlicher Aspekt der Studie liegt auch in der Verbindung zweier Werbekanäle, die für die Aktivierung, sprich die Ansprache von Interessenten, genutzt werden. „Wir sprechen natürlich die zahlreichen Besucher unserer Seite meinhoergeraet.de an, denn sie zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass Sie kurz vor einer Versorgung stehen und konkret Hörakustiker in deren Nähe suchen“, erklärt Marco Schulz. Er betont außerdem: „Für Hörakustiker, die bei uns ein Premium Plus-Profile haben, schalten wir zusätzlich Google AdWords-Anzeigen im Umkreis Ihrer Fachgeschäfte.“
„Und weil wir wissen, dass es für Hörakustiker manchmal eine Herausforderung darstellt, eine Aktion zu konzipieren und zu gestalten, mit der vor Ort Interessenten angesprochen werden können, bieten wir unseren Premium-Plus-Kunden ebenfalls ein attraktives Marketing-Paket“, so Schulz weiter. Dieses besteht aus verschiedenen Vorlagen für Poster und Anzeigen in verschiedenen Größen sowie einem Artikel und Banner für die Homepage der Hörakustiker. Außerdem gibt es eine Vorlage für eine sogenannte „Patienten-Information“. Dieser Info-Flyer dient zum Auslegen im Fachgeschäft, aber auch bei benachbarten Apotheken, Sanitätshäusern und anderen, lokalen Kooperationspartnern.
 
Weitere Informationen
Um bei der Studie mitzumachen, können sich Hörakustiker bei meinhoergeraet.de melden (siehe Info-Kasten). Fragen werden unter der Email Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon 0911 / 131 335 00 vorab gerne beantwortet.